
Klima
WARME, SONNIGE TAGE UND KALTE NÄCHTE WÄHREND DER TRAUBENREIFE
Das Klima in der Weinregion Steiermark in Slowenien ist kontinental, mit warmen und heißen Sommern sowie kalten Wintern. Der Einfluss der Alpen, der Pannonischen Tiefebene und teilweise des Adriatischen Meeres ist stark. Das Klima wird von Westen nach Osten immer wärmer.
Im Durchschnitt fallen jährlich zwischen 900 und 1100 mm Niederschlag, was mehr als ausreichend für das ungehinderte Wachstum der Reben ist. Während der Wachstumsperiode sind die Niederschläge gut verteilt. Dürre stellt kein Problem dar, außer in sehr trockenen Jahren in jungen Weinbergen auf sandigen Böden. Schnee fällt jedes Jahr, obwohl in den letzten Jahren deutlich weniger Schnee gefallen ist als früher.



Frost ist möglich. Winterfrost ist sehr selten, aber Frühjahrsfrost wird aufgrund der milden Winter und des früheren Austriebs zunehmend gefährlicher und häufiger. Hagel tritt häufig auf und betrifft fast jedes Jahr, glücklicherweise jedoch nur einen kleinen Teil der Region.
Für den Charakter des Weins sind neben dem häufigen milden Wind das ganze Jahr über besonders sonnige Tage und kalte Nächte während der Traubereife entscheidend, da sie es ermöglichen, die während der Reifung entstehenden Säuren und aromatischen Substanzen hervorragend zu erhalten. Morgennebel im September und Oktober sind günstig für die Entwicklung der Edelfäule und die Herstellung von Weinen besonderer Qualität. Die Temperaturen können bereits im November unter den Gefrierpunkt fallen, was auch die Produktion von Eisweinen ermöglicht.
BÖDEN
LEICHTE, DURCHLÄSSIGE, NICHT ZU NÄHRSTOFFREICHE BÖDEN. IDEAL FÜR DIE REBE.
Die Böden haben großen Einfluss auf den Charakter des Weins. Das Ausgangsgestein in den Weinbergen der Štajerska ist nicht einheitlich. Vorherrschend sind Mergel und kalkhaltige Sandsteine, Schiefer, Gneis und Tonalit. Die vielfältige Zusammensetzung des Ausgangsgesteins unterstreicht die Unterschiede zwischen den Weinen der einzelnen Teilgebiete der Štajerska, die wahrnehmbar und spannend zu entdecken sind.
Unabhängig vom Ausgangsgestein sind die Böden in den Weinbaulagen überall in der Štajerska tiefgründig, gut durchlüftet und durchlässig genug, damit die Rebe hervorragend gedeiht und harmonische Weine mit ausgeprägter Blume hervorbringt.



Die Böden können sich innerhalb einer einzelnen Lage schon auf wenigen Metern Entfernung verändern. Das erschwert die Arbeit des Winzers etwas, ermöglicht aber zugleich Unterschiede in Reife und Aromenprofil und damit vielfältigere und komplexere Weine. Auf den Hügelkuppen überwiegen meist sandige Böden. Zum Hangfuß hin werden sie zunehmend schwerer, da der Tonanteil in ihnen zunimmt.
In der Štajerska wächst die Rebe ausschließlich auf geneigten Flächen, deren Neigung 40 % und mehr betragen kann. Die Böden in den Ebenen sind schlecht durchlässig, Frühjahrsfrösten ausgesetzt und für die sprichwörtlich genügsame Rebe generell zu nährstoffreich.
An geneigten Hängen stellen Erosion und Bodenrutschungen ein Problem dar. Zur Vorbeugung gegen Erosion und für die leichtere Bearbeitung sind die Weinberge begrünt. An den steilsten Hängen, vor allem in Haloze und in Jeruzalem, sind die Weinberge häufig auf Terrassen angelegt.