
Gemeinde Sveta Ana
Evangelisches Friedhof
Der lutherische Friedhof, wie ihn die Einheimischen nennen, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von zugewanderten evangelischen Gläubigen aus dem Prekmurje errichtet. Seine Geschichte reicht jedoch bis in die 1930er-Jahre zurück. Auf dem Friedhof sind fünfzehn Gräber mit eisernen und steinernen Grabsteinen erhalten geblieben. Der evangelische Friedhof mit einem hölzernen Kruzifix und einem Glockenturm befindet sich heute im Besitz der evangelischen Gemeinde. Der ursprüngliche Eigentümer des Grundstücks war Štefan Kočar. Im Jahr 1930 schenkte er das Land der evangelischen Gemeinschaft, und 1931 fand die erste Beisetzung statt. In jene Zeit übersiedelten viele Evangelische aus dem Prekmurje in diese Gegend, da sie ihren Glauben bewahren wollten. Damals starben zwei Mitglieder ihrer Gemeinschaft; diese wollte man nicht würdig auf dem katholischen Friedhof bestatten, sondern lediglich im Bereich für Selbstmörder und Gehenkte. Kočar hatte zu dieser Zeit eine unheilbar kranke Tochter, die 1931 verstarb. Daher schenkte er bereits ein Jahr zuvor das Grundstück der evangelischen Gemeinde, um seine Tochter dort später würdig beisetzen zu können. Auf diesem Friedhof wurden auch Evangelische aus Zgornja Velka bestattet. Ursprünglich stand hier ein hölzerner Glockenturm, der erst später gemauert wurde. Beisetzungen finden noch heute statt; an Allerheiligen werden die Gräber besucht, und in der Vergangenheit wurden zu diesem Anlass Abendgebete auf dem Friedhof abgehalten. In der Gegenwart verkleinert sich das Friedhofsareal jedoch zunehmend.
