Trauben von Ranina

Ranina – eine autochthone Rebsorte

Die Štajerska ist die Heimat der autochthonen slowenischen Rebsorte Ranina – einer Besonderheit, die tief in der weinbaulichen Tradition der Region verwurzelt ist. Überlieferungen und Fachquellen zufolge wurde die Sorte im Jahr 1900 in Hercegovščak bei Gornja Radgona von Clotar Bouvier entdeckt, nach dem sie im benachbarten Österreich häufig auch als Bouvier bekannt ist.

Ranina ist eine früh reifende Sorte (wie schon ihr Name andeutet), die zu den ersten gehört, die gelesen werden, und leichte, angenehme, dezent aromatische Weine hervorbringt. Es dominieren feine Fruchtnoten, oft ergänzt durch diskrete Muskat- und leicht würzige Nuancen, die stets elegant bleiben. Da sie in der Regel eine niedrigere Säure aufweist, ist sie besonders beliebt für junge Weine (auch jene, die rund um den Martinstag auf den Markt kommen), eignet sich aber ebenso gut für Cuvées.

Radgonske gorice
Ranina
Radgonske gorice

Heute gewinnt Ranina erneut an Aufmerksamkeit – auch durch Veranstaltungen wie den Salon der Ranina in Gornja Radgona, wo sie ihre vielen Gesichter zeigt: von lebendigen, jugendlichen Interpretationen bis hin zu anspruchsvolleren Stilrichtungen (auch mit Maischestandzeit oder als Bestandteil komplexerer Cuvées). Laut den Angaben im Artikel sind in Slowenien rund 80 Hektar mit Ranina bepflanzt, in Österreich etwa 202 Hektar.

Durch die Bewahrung und (Wieder-)Entdeckung der Ranina unterstreicht die Štajerska ihren Respekt vor der Tradition und stärkt die einzigartige Weinidentität Sloweniens – im Glas frisch, trinkfreudig und zugleich charaktervoll.