
Obwohl die klassische Flößerei als Wirtschaftszweig verschwunden ist, wird in Maribor und der Umgebung die Erinnerung daran bis heute gepflegt. Es gibt verschiedene Vereine, wie etwa der Društvo starih flosarjev, die die Tradition durch Veranstaltungen, Nachstellungen der Fahrten und touristische Präsentationen bewahren. Jedes Jahr werden an verschiedenen Orten entlang der Drau, auch in Maribor, Flößer-Veranstaltungen organisiert, bei denen Besucher die Lebens- und Arbeitsweise der einstigen Flößer kennenlernen können.

Geschichte der Mariborer Flößer
Die Flößerei auf der Drau entwickelte sich bereits im Mittelalter und blieb bis ins 19. Jahrhundert von großer Bedeutung, als sie nach und nach von Eisenbahnen und Straßen verdrängt wurde. Maribor war eines der wichtigsten Häfen für die Flößer, da es ein bedeutendes Handels- und Handwerkszentrum war. Hier verkauften die Flößer häufig ihr Holz oder legten in der Stadt eine Ruhepause ein, bevor sie ihre Reise fortsetzten.
Die Flöße bestanden aus größeren Baumstämmen, die zu langen Schwimmkörpern zusammengebunden wurden. Auf ihnen waren die Flößer oft mehrere Tage unterwegs; sie schliefen, kochten und lebten direkt auf den Flößen. Der Beruf des Flößers war gefährlich, denn die Drau hatte starke Strömungen, Stromschnellen und tückische Felsrippen.
