
Gemeinde Juršinci
Museum des Erbes der Königinnen mit Ausstellungshöhle in Juršinci
Nach der Unabhängigkeit Sloweniens wurde im Rahmen der Partei der Slowenischen Christdemokraten (SKD) ein besonderer Ausschuss gegründet, der die Gemeinde mit Werten bereichern und mit wichtigen Aktivitäten das Dorf wiederbeleben wollte. Der Ausschuss stand unter der Leitung von Marta Toplak, Marija Tašner und Jože Bezjak. Das Dorf gründet auf den Merkmalen der Pfarre. Der Schutzpatron von Juršinci ist der Hl. Laurentius, dessen Symbol der Rost ist, auf dem er verbrannt wurde. Ein weiteres wichtiges Merkmal des Dorfes ist die Rebschulwirtschaft zusammen mit dem Weinbau. Diese Symbole wurden gezeichnet und der Heraldik der Republik Slowenien vorgestellt – so entstand das Gemeindewappen von Juršinci. In Verbindung mit dieser Vorstellung entstand eine große bäuerlich-kulturell-touristische Veranstaltung unter dem Titel „Herbstdank mit den Königinnen“.
Nach dem Rückzug der SKD-Partei wurde – wiederum unter der Leitung von Marta Toplak und zehn Mitbegründern – ein Verein zur Erhaltung und Entwicklung des Erbes gegründet. Die Veranstaltung „Herbstdank mit der Herbstkönigin“ wurde im Rahmen des Projekts KRONA fortgeführt, und der erste Folkloretanz der Königinnen wurde gestaltet. Der Verein schuf drei eigene Siegel, die die Tätigkeiten und Besonderheiten der Gemeinde darstellen – das Leben, die Arbeit und die Kultur – mit dem Symbol der Königinnen.
Es entstand das erste ethnographische Museum mit Sammlungen des materiellen Erbes (Werkzeuge, Kleidung, Gegenstände der Königinnen usw.). Im Jahr 2009 wurde die Museumssammlung in die Pfarrgebäude übertragen. Ein zweites Museum mit ethnographischem, bildkünstlerischem und materiellem Erbe der Königinnen wurde fertiggestellt.
Von 1993 bis 2012 wurden 20 Herbstköniginnen vorgestellt, und zwar: die Königin des Herbstes, die Königin des Brotes, die Königin des Weines, die Königin des Obstes, die Königin der Milch und des Käses, des Geflügels, des Ackerbaus, der Blumen, der Hausfrauen, der Rebschulwirtschaft, der Musik, der Herzens-Kultur, der Pferdezucht, des Tourismus, der Jagd, der Bräuche, des Honigs, des Wassers, des Schlosses und der Slovenske gorice.
