Kirche der Heiligen Drei Könige

Gemeinde BENEDIKT

Kirche der Heiligen Drei Könige und Mesnerhaus

Kirche der Heiligen Drei Könige steht auf einem 305 Meter hohen Hügel und wurde im Jahr 1521 vom Salzburger Erzbischof Matthäus Lang von Wellenburg als Filial- und Wallfahrtskirche zum Bau genehmigt. Zwischen 1521 und 1528 errichteten die Pfarrgemeindemitglieder zunächst eine einschiffige Kirche. Der Baukörper der heutigen Kirche oder zumindest des Kirchenschiffs wurde vermutlich im Jahr 1558 vollendet. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurden der Glockenturm sowie die beiden Seitenschiffe mit Gewölben hinzugefügt (der Chor wurde erst 1564 eingewölbt, der Kirchenschiffraum im Jahr 1577). In den folgenden Jahrhunderten (1756 oder 1757) wurde die Sakristei mit Oratorium angebaut. Zwischen 1902 und 1903 wurden das Innere und Äußere vollständig renoviert. Die spätgotische dreischiffige Kirche zählt zu den bedeutendsten Kunstdenkmälern Sloweniens. Vier äußere Portale sind mit Strebepfeilern und einem Gesims geschmückt, das sich über den Türen und unter den Fenstern rechtwinklig abknickt. Der Glockenturm ragt ein Stockwerk höher als der Dachfirst und besitzt ein zusätzliches Treppentürmchen. Der Zugang zur Kirche erfolgt von Süden, Westen und Norden über drei reich gegliederte Portale; ein viertes, in der Südwand des Chores, ist schlichter gestaltet. Über dem Westportal befindet sich die Jahreszahl 1558.

Kirche der Heiligen Drei Könige Benedikt
Benedikt

Das Innere ist eine dreischiffige, gestufte Halle. Die Pfeiler sind achteckig, haben konkav abgeschrägte Seitenflächen und geometrisch verzierte Basen. Das Gewölbe des Hauptschiffes ruht auf Konsoldiensten, die sich an der Spitze in ein netzartig verflochtenes Rippenwerk verzweigen. Das Schema des Gewölbes ist eine Kombination von Kreuzgewölben über ein oder zwei Jochen. In den Seitenschiffen ist das Gewölbe ein kreuzrippenartiges Gewölbe, die Dienste reichen bis zum Boden. An den Schlusssteinen des Hauptschiffes finden sich die Jahreszahl 1577, der Name Lucas Novakh, ein Meisterzeichen sowie die Initialen GJ oder CJ. Der Chor ist breit und ziemlich niedrig, die Rippen ruhen auf polygonalen Diensten mit Renaissancekapitellen. Das Gewölbeschema ist ein rautenförmiger Stern. Auf den Schlusssteinen sind die Symbole der Evangelisten sowie die Jahreszahl 1564 dargestellt. Besonders wertvoll sind die Altäre. Der älteste ist der Geburtsaltar Christi, ein typischer gotischer Flügelaltar. In der Hauptnische befindet sich die Darstellung der Weihnachtskrippe. Hier ist auch der Stammbaum Jesu dargestellt. Der zweite, einfachere Altar stammt aus der Zeit um 1620 und ist den Heiligen Drei Königen geweiht. Der Renaissancealtar der Mariä Himmelfahrt wurde 1611 vom Marburger Tischler Georg Stützl geschaffen; die Skulpturengruppe der Mariä Himmelfahrt ist einige Jahrzehnte jünger, stammt aus dem Jahr 1636 und ist ein Beispiel für die vergoldeten Altäre des 17. Jahrhunderts. Sehenswert ist auch die Steinkanzel mit Reliefdarstellungen, die an einem Pfeiler beim Triumphbogen steht.

Anfahrt zu uns

Sv. Trije Kralji v Slov. Gor. 1, 2234 Benedikt

Ptuj35min
Maribor30min
Ljubljana1h 30min